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    Die Volleyball-Gemeinschaft Eschwege trauert . . .


    Es wurde eine Online-Gedenkseite erstellt,
    um allen Trauernden Raum für ihre Worte und Gefühle
    zu geben.

    Hier kann jeder, der möchte, ein paar Worte in das Kondolenzbuch schreiben, eine Kerze anzünden, Bilder einstellen oder gemeinsame Erinnerungen teilen:

    http://trauer.werra-rundschau.de/Traueranzeige/KarlWilhelm-Trau

     

    Gedanken zum Abschied von
    Karl Wilhelm Trau

    So dachte Karl Wilhelm Trau:

    "Talent zu haben, ist ein Geschenk Gottes!
    Es zu entwickeln und etwas daraus zu machen, ist aber auch eine Aufgabe - sowohl für den Talentierten als auch für den Trainer oder Lehrer!"

    Dieser Aufgabe hat Karl Trau sich immer gestellt und das war nicht so einfach, denn es kommt der Zeitpunkt, wo Talent nicht reicht,
    wo man sich nur durch Einsatz und Ausdauer, Zuverlässigkeit und
    Disziplin weiter voran bringt.


    Das seinen Schülern beizubringen, hat er sich stets bemüht.
    Diejenigen, bei denen es geglückt ist,
    sind ihm oft erst im Nachhinein dafür dankbar,
    weil sie gelernt haben, sich auch im Leben nicht von
    Rückschlägen entmutigen zu lassen
    sondern für ein Ziel zu kämpfen.

    Wenn er von einer Sache überzeugt war,
    setzte er sich dafür ein und ließ gegen alle Widerstände
    nicht locker, bis er sein Ziel erreicht hatte.

    Das hat ihm nicht immer nur Freunde beschert,
    wohl aber den Respekt vieler Menschen eingebracht.

    Er wollte nie "everybodies darling" sein.
    Glücklich war er, wenn seine Arbeit erfolgreich war.
    Er hat nie mit seinem Erfolg geprotzt,
    weil er das nicht nötig hatte.

    Seine Arbeitsmotivation war nicht, viel Geld zu verdienen,
    sondern der Ehrgeiz, etwas zu leisten und die Befriedigung,
    etwas geleistet zu haben.

    Er war nicht nur eine Person sondern eine Persönlichkeit!

    Sein Lebenswerk war neben dem Schuldienst die erfolgreiche
    jahrzehntelange Arbeit im Volleyball sowohl auf Vereinsebene
    als auch im Hessischen Volleyball-Verband.

    Wo hat er wohl seinen 75. Geburtstag verbracht?
    Natürlich in der Heuberghalle beim Training,
    denn es standen noch einige wichtige Wettkämpfe bevor
    und seine Mädels sollten fit sein.

    Ja, so war er!

    Karl war ein gläubiger Mensch,
    auch wenn er nach außen hin nicht so wirkte.
    Er dankte Gott täglich für das, was er ihm geschenkt hatte und betete für alle, die ihm am Herzen lagen,
    und das waren nicht wenige!

    Seine Ehefrau konnte seiner Liebe und Fürsorge
    immer gewiss sein.
    Alles, was sie unternahmen, taten sie gemeinsam.

    Um so größer ist der Schmerz über seinen plötzlichen Verlust!

     

    Trauerrede
    des Ehrenvorsitzenden
    der Volleyball-Gemeinschaft Eschwege,
    Herrn Gerhard Vaupel,
    anläßlich der Trauerfeier für
    Karl Wilhelm Trau am 6.06.2016

    "Eschwege und die Volleyball-Gemeinschaft Eschwege trauern
    um Karl Wilhelm Trau , und die Trauer in Eschwege ist groß".

    Mit diesen Worten in einer Schlagzeile
    informierte schon vor einigenTagen die Werra-Rundschau
    ihre Leser über den so plötzlichen Tod
     von Karl Wilhelm Trau.

    Und in der Tat: Uns Volleyballern wird Karl in unserer Vereinsarbeit
    und im Spielbetrieb bitter fehlen. In mehr als vier Jahrzehnten
    verdienstvoller Tätigkeit hat er zu der überaus positiven und erfolgreichen Entwicklung der VG Eschwege beigetragen.
    Seine Leistungen sind kaum zu übertreffen.
    Sein Engagement, seine Kompetenz und seine pädagogische
    Erfahrung haben zu hervorragenden sportlichen
    Erfolgen geführt, besonders mit Jugendlichen.

    Aber es sind ja nicht allein die sportlichen Erfolge,
    die einen guten Jugendtrainer auszeichnen.
    Dazu gehört auch ein verständnisvoller erzieherischer Umgang
    des Trainers mit den Jugendlichen.

    Wie sehr es Karl gelungen ist, in dieser Hinsicht über den
    sportlichen Erfolg hinaus Einfluss zu nehmen auf die
    persönliche Entwicklung der ihm anvertrauten Jugendlichen,
    wurde uns in den letzten Tagen mehrfach von einer großen
    Anzahl junger Volleyballerinnen in ihren ergreifenden
    Traueranzeigen
    in der Werra-Rundschau dargelegt.
    Ein erfreuliches, in dieser Form nicht oft zu sehendes Zeugnis
    über einen Jugendtrainer, der über seine sportliche Arbeit
    hinaus auch deutlich positiven erzieherischen Einfluss ausübte.
    Nicht von ungefähr nannte man Karl deshalb
    ja auch "Vater der Volleyballerinnen".

    Die ersten Schritte in Richtung Volleyballsport unternahm Karl,
    als er als Lehrer an der Geschwister-Scholl-Schule angestellt war
    und dort Arbeitsgemeinschaften für Volleyball einrichtete.
    Es war die Zeit Ende der 60er Jahre - in der er sich auch
    gemeinsam mit seiner Frau Ilse einer Lehrersportgruppe
    anschloss, die Volleyball zunächst nur als Freizeitsport spielte,
    dann aber Interesse fand, diesen Sport auch
    wettkampfmäßig zu betreiben.
    Das führte dazu, dass diese Lehrergruppe im Jahre 1970
    einen Verein, die "Volleyball-Gemeinschaft Eschwege" gründete.

    Und damit waren recht günstige Voraussetzungen gegeben,
    diesen Sport in die Breite zu tragen.

    Es bot sich nun die Möglichkeit, schulische Arbeit mit der
    Jugendarbeit in der VG Eschwege zu koordinieren.
    Und hier engagierte sich auch Karl in besonderer Weise
    und erzielte - unterstützt von seiner Frau Ilse - sehr bald,
    sowohl auf schulischer Ebene , als auch auf Vereinsebene
    im Jugendsport ungeahnte Erfolge.

    Um dazu nur einige Zahlen zu nennen:

    Über die Jahrzehnte errang Karl im Wettkampf
     "Jugend trainiert für Olympia" mit Eschweger
    Schulmannschaften 16 Landessiege
    und 4 Bundessiege.
    Und mit VGE-Jugendmannschaften holte in den verschiedenen
    Altersklassen weit über 100 Bezirksmeistertitel,
    mehr als 40 hessische, 22 südwestdeutsche
    und 1 deutschen Jugendmeistertitel.

    Nicht weniger großartig sind Karls Erfolge mit VGE-Mannschaften
    im Erwachsenenbereich. Sie gipfeln in 3 Meistertiteln in der
    Bezirksoberliga, und je 2 in der Landesliga
    und in Hessens höchster Spielklasse, der Oberliga.

    Karls Wirken für den Volleyballsport erschöpfte sich aber
    keineswegs in der Trainertätigkeit
    für die ihm anvertrauten Mannschaften.
    Als Cheftrainer und Sportwart der VG Eschwege kümmerte er
    sich stets auch um die Organisationsbelange
    sämtlicher VGE Mannschaften.
    Dem Vereinsvorstand gehörte er 44 Jahre an.
    Weit über 30 Jahre war er als 2. Vorsitzender
    und als Kassenwart tätig.

    Ginge es hier um Vollständigkeit, müsste diese Auflistung
    noch viel weiter fortgeführt werden.
    Ich möchte es bei dem Hinweis auf Karls jahrzehntelange Berichterstattung über das Vereinsgeschehen
    in der Werra-Rundschau belassen.

    Er hatte sich dort einen Namen gemacht,
    und seine Berichte waren von professionell abgefassten
    nicht zu unterscheiden.

    Über sein vereinsorientiertes Wirken hinaus engagierte sich Karl
    auch vielseitig und in großem Umfang über Jahrzehnte für die
    Förderung des Volleyballsports
    im regionalen und überregionalen Bereich.

    Darüber wird noch von Verbandsvertretern gesprochen werden.

     Für den riesigen Umfang der Aktivitäten,
    die Karl ehrenamtlich zum Wohle unseres Vereins, der VGE,
    geleistet hat, werden wir ihm stets dankbar sein.

    Was er für den Verein und den Volleyballsport geleistet hat,
    ist nicht zu überbieten.

    Er war stets eine treibende Kraft in der VGE und hat mit seinen
    herausragenden sportlichen Erfolgen dazu beigetragen,
    den Verein zu großem Ansehen zu bringen.

    Karl selbst können wir unseren Dank dafür
    nicht mehr aussprechen.

    Dir, liebe Ilse, dir möchten wir hier unseren besonderen Dank
    dafür sagen, dass du mit tiefem Verständnis und auf
    vielfache Weise Karl bei seinen Aktivitäten
    und damit auch die Vereinsarbeit insgesamt
    über Jahrzehnte wirkungsvoll unterstützt hast.

    Wir wünschen dir
    Kraft und Zuversicht in dieser für dich
    besonders schweren Zeit und versichern dir,
    dass wir dir stets zur Seite stehen werden.
    Wir verbinden damit die Hoffnung,
    gemeinsam mit dir das Vermächtnis von
    Karl
    in seinem Sinne fortführen zu können.

     

     

    Trauerrede
    des Vorsitzenden des Hessischen Volleyballverbands
    -Bezirk Nord-
    Herrn Gerhard Schmidt,
    anläßlich der Trauerfeier für
    Karl Wilhelm Trau am 6.06.2016

    Liebe Ilse, Familie, Freunde, Volleyballer der VG Eschwege,
    Volleyballer aus nah und fern und Trauergemeinde.

    Wir vom Hessischen Volleyball Verband
    und hier vom Bezirk Nord
    sind unglaublich traurig über den plötzlichen Tod von
     unserem Vorstandsmitglied Karl Wilhelm Trau,
    einem sehr aktiven Mitgestalter unserer Sportart.

    Karl war seit 1973,
    also über 40 Jahre Stellvertretender Vorsitzender im Bezirk Nord,
    er war über 30 Jahre als Pokalspielleiter aktiv und zusätzlich
    in den letzten 10 Jahren Jugendwart.
    Im HVV war Karl engagiertes Mitglied in der Jugendkommission,
    E-Kader-Trainer, Schiedsrichter und Schiedsrichter Ausbilder
    und über mehrere Jahre Klassenleiter.

    In unserem Bezirk hast Du in vielen Jahren einen aktiven Jugendspielbetrieb gestaltet und geleitet.
    Dein Rat war unter uns Volleyballern immer gefragt.

    Den Namen der VG Eschwege hast Du Karl,
    weit über die Grenzen Hessens durch Teilnahmen an Hessenmeisterschaften, Südwestmeisterschaften,
    Deutschen Meisterschaften bekannt gemacht.

     Dein profundes Wissen und die exzellenten Kenntnisse
    unserer Sportart haben wesentlich dazu beigetragen
    die Entscheidungen in den einzelnen Gremien und
    im Vorstand des Bezirks Nord im Sinne des Verbandes
    und auch der beteiligten Mitgliedsvereine zu treffen.

    Gewürdigt wurde Dein mehr als 40-jähriges ehrenamtliches Wirken durch alle Verbandsehrungen des HVV, zuletzt Ehrennadel in Gold
    und durch die Ehrennadel des Deutschen Volleyball Verbandes.

    Deine Erfahrungen im Volleyball,
    Dein Sinn für Gerechtigkeit und Dein menschliches Wesen
    werden wir schmerzlich vermissen.

    Unser Mitgefühl gilt auch Dir liebe Ilse,
    die Du Karl über Jahrzehnte begleitet und aktiv unterstützt hast.

    Erweisen wir Karl Wilhelm Trau unseren großen
    und aufrichtigen Dank und Respekt.

    Hier noch ein Zitat von
    Mascha Kaliko:
    "Den eigenen Tod, den stirbt man,
    mit dem Tod des anderen muss man leben!"

    Behalten wir Deinen guten Namen immer in positiver Erinnerung.
    Wir und ich sind unheimlich traurig.

    Herzliche Anteilnahme soll ich auch im Namen von
    Hinrich Riemenschneider mit folgenden Worten ausdrücken:

    "Wir alle sollten Karl Trau als Beispiel dafür nehmen,
    unsere Überzeugungen und Ziele beharrlich zu verfolgen -
    dann werden wir diese am Ende auch erreichen."

    Ich habe einen Lehrer, guten Kollegen,
    Vorbild und lieben Freund verloren.


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